Im August 2000 wurden 43 Hektar des Walddistriktes „Buch“ auf
der Gemarkung Ummendorf als Bannwald ausgewiesen. Bis allerdings erste Entwicklungen
ablesbar sind und der Bannwald zum unberührten und finsteren Märchenwald
wird, wie wir ihn aus „Hänsel und Gretel“ kennen, werden
noch viele Jahre vergehen. Eine Buche kann 250 Jahre alt werden, die Buchen
hier sind gerade mal 80 Jahre alt.
Das Bannwald-Konzept sieht vor, überall im Land regionstypische Gebiete
auszuweisen, die sich selbst überlassen wieder zum Urwald werden sollen.
Der Bannwald „Buch“ wächst auf den für die Landschaft
typischen steilen und rutschigen Abhängen so genannter tertiärer Ablagerungen
zum Umlachtal; teilweise überdeckt von Moränen und Schottern der Risseiszeit
und durchsetzt von Quellmulden und kleinen Bachläufen. Bisher gab es nur
wenig Bannwaldfläche in Oberschwaben und diese kaum auf Mineralböden.
Im Bereich der „Südöstlichen Altmoräne“, zwischen
Riss und Landesgrenze, ist es sogar der erste Bannwald.
Ziel des Experiments ist herauszufinden, wie sich der Wald natürlich,
also ohne Eingriff des Menschen, entwickeln würde.