Das 20. Jahrhundert hat entscheidende Umwälzungen in der Gemeinde gebracht.
Mit einer starken Zunahme der Einwohnerzahl hat sich auch ein Strukturwandel
vollzogen. Obwohl der Landwirtschaft auch heute noch eine große Bedeutung
zukommt, hat sich der Ort immer mehr zu einer attraktiven Wohngemeinde entwickelt.
Mit der Inbetriebnahme einer Instandsetzungswerkstätte der Bundesluftwaffe
im Jahre 1969 ist die Gemeinde auch Bundeswehrstandort geworden.
Das rasche Wachstum brachte für die Gemeinde natürlich auch gewaltige
Aufgaben mit sich. Nahezu alle öffentliche Einrichtungen
der Gemeinde, wie Schule, Turn- und Festhalle, Sportplätze, Friedhof,
Wasserversorgung usw. mussten neu geschaffen werden. Der Anstieg des protestantischen
Bevölkerungsteils führt dazu, dass 1970 eine evangelische Kirche,
die Versöhnungskirche, mit Gemeinderäumen erstellt wurde.
Die Vergrößerung der Gemeinde brachte es mit sich, dass auch die
Infrastruktur wesentlich verbessert werden konnte. Ärzte, Apotheke, Banken
und verschiedene Geschäfte, mehrere Gaststätten und für eine
Stadtrandgemeinde überdurchschnittlich viele Einkaufsmöglichkeiten
bieten umfangreiche Dienstleistungen. Nach Schließung des Zweigbetriebs
der Milchwerke Schwaben, Neu-Ulm (früher Oberschwäbisches Milchwerk
Ummendorf) konnte die Gemeinde in den Jahren 1995 eine attraktive neue Dorfmitte
mit zahlreichen Wohnungen, Geschäftsräumen, Café, Dorfplatz
und Tiefgarage schaffen. Auch drei Kindergärten, davon einer in Fischbach,
die Grund-
und Nachbarschafts-hauptschule mit Werkrealschule, das Schloss mit seinen
kulturellen Veranstaltungen, die neu erbaute dreiteilige Sporthalle sowie
das nahe gelegene Kneipp-Sanatorium
Jordanbad mit Thermalbad tragen zur Attraktivität der Gemeinde bei.