Hauptort der zum Ritterkanton Donau steuerbaren Herrschaft Horn-Fischbach,
zu der neben Horn und Fischbach, Bebenhaus, Hailers, Häusern, Kemnat,
Möselsberg und Rehmoos gehörten, war Fischbach bis 1569 als österreichisches
Lehen in Händen der Essendorf; nach dem Aussterben des Essendorfischen
Mannesstammes gelangte die Herrschaft 1578 an die Schenken von Stauffenberg,
die sie 1748 dem Kloster Ochsenhausen verkauften. Mit Ochsenhausen kam Horn
1803 an den Fürsten Metternich und 1825 an den württembergischen
Staat, von dem die Freiherren von Waechter-Spittler das Schloß 1844
erwarben. Kirchlich war Fischbach Filiale von Ummendorf, 1847 stiftete Heinrich
von Essendorf eine Kaplanei, die - 1617 Kurat-Kaplanei - und 1808 Pfarr-Kaplanei
- 1831 zur selbständigen Pfarrei erhoben wurde.
Gelegen im schönen Umlachtal, das als Landschaftsschutzgebiet hier seinen
natürlichen Charakter noch gut bewahrt hat, ist Fischbach mit heute knapp
700 Einwohnern eine reizvolle ländliche Ortschaft. Von Schloss Horn aus
genießt man einen herrlichen Blick in das sich weitende Umlachtal.
Die 1997 eingeweihte Gemeindehalle mit Feuerwehr-
und Vereinsräumen stellen ebenso eine Bereicherung für das örtlichen
Leben dar wie der ebenfalls im Vorjahr fertig gestellte neue Sportplatz.
Ein Skilift bietet vor allem Kindern und Jugendlichen
ein großes Wintervergnügen.