Gemeinde Ummendorf

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Bebauugnsplan und örtliche Bauvorschriften Espach IV, Teilbereich II

Öffentliche Bekanntmachung
 

Bebauungsplan und Örtliche Bauvorschriften Espach IV, Teilbereich II
-       Erneute Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 Abs. 2 i.V. mit § 4 a Abs. 3 BauGB
 
Der Gemeinderat der Gemeinde Ummendorf hat am 03.12.2018 in öffentlicher Sitzung den Entwurf  des Bebauungsplans „Espach IV, Teilbereich II“ und den Entwurf der zusammen mit ihm aufgestellten örtlichen Bauvorschriften gebilligt und beschlossen, diesen nach § 3 Abs. 2 i.V. mit § 4a Abs. 3 Baugesetzbuch (BauGB) erneut öffentlich auszulegen. Zudem wurde der Geltungsbereich des Plangebiets entsprechend dem Lageplan vom 29.10.2018 erweitert.
 
Der Planbereich wird begrenzt:
Im Nordwesten:       durch Teilflächen der öffentlichen Wegefläche Flst. Nr. 1087
Im Nordosten:          durch Teilflächen der öffentlichen Wegefläche Flst. Nr. 1087
Im Südosten:            durch die Grundstücke Flurstücke Nr. 1120/2, 1124/3 und 1122/1
Im Südwesten:         durch die Verkehrsfläche Im Stocken (Flurstück Nr. 1098/4) sowie durch die Gewerbegrundstücke Flst. Nr. 1096/14, 1082 und 1080
 
Im Einzelnen gilt der Lageplan vom 29.10.2018 der Planwerkstatt am Bodensee. Der Planbereich ist im folgenden Kartenausschnitt dargestellt:

Ziel und Zweck der Aufstellung:
 
Die ursprüngliche Planung sah vor, im Teilbereich II des Bebauungsplans eine Weltfirma anzusiedeln. Hierzu sollte das Regenwasserrückhaltebecken nach Osten verlagert, vergrößert und in den Bebauungsplan Espach IV, Teilbereich I integriert werden. Aufgrund von Änderungen in der Planung muss die Konzeption gerade auch im Hinblick der inneren Erschließung und künftiger Nutzer des Gebiets neu entwickelt werden. In der Folge ist eine Verlegung des Regenwasserrückhaltebecken nicht mehr vorgesehen. Da im rechtskräftigen Bebauungsplan Espach IV, Teilbereich I nur ein Teilbereich bisher veräußert und bebaut wurde, wird die Restfläche des Teilbereichs I in die Planung Teilbereich II integriert und in diesem Zusammenhang geändert.
 
In dem Plangebiet sollen verschiedene Gewerbebetriebe angesiedelt werden. Im Flächennutzungsplan ist das Gewerbegebiet Espach IV das letzte Gewerbegebiet. Mit der Aufstellung des Bebauungsplans und der Örtlichen Bauvorschriften soll eine städtebaulich abgestimmte Ergänzung zu den umgebenden Gewerbebebauungen erfolgen.
 
Erneute öffentliche Auslegung des Entwurfs
 
Der aus Bebauungsplan und örtlichen Bauvorschriften bestehende Regelwerkentwurf hängt mit zugehöriger Begründung in der Zeit vom 02.01.2019 bis 04.02.2019 (je einschließlich) im Flur des Rathauses Ummendorf, Bachstraße 16, 88444 Ummendorf gemäß § 3 Abs. 2 i.V. mit § 4a Abs. 3 BauGB zu jedermanns Einsicht während den üblichen Öffnungszeiten öffentlich aus.
 
Bestandteil der ausgelegten Unterlagen sind auch die bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen. Sie enthalten folgende Arten umweltbezogener Informationen:
 
Umweltbericht
 
-       Schutzgut Mensch: Mögliche Auswirkungen der Planung aufgrund der Verkehrs- und Gewerbelärmsituation sowie der Lufthygiene auf die menschliche Gesundheit und Erholung. Durch die Erweiterung des Gewerbegebiets geht eine Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung verloren. Durch die Inanspruchnahme des Bodens ist so prinzipiell von einer nachhaltigen Beeinträchtigung auszugehen. Durch den Entzug der landwirtschaftlichen Nutzflächen sind jedoch keine negativen Auswirkungen zu befürchten, da hierdurch kein landwirtschaftlicher Betrieb in seiner Existenz gefährdet wird. Durch die Erweiterung des Gewerbegebiets werden andererseits Arbeitsplätze am Ort gehalten bzw. neu geschaffen. Infolge der technischen Überprägung ist von einer weiteren Beeinträchtigung des Offenlandcharakters auszugehen. Damit verbunden sind Unterbrechungen von Sichtbezügen. Aufgrund der Vorbelastungen sind keine nachhaltigen Beeinträchtigungen für die ortsnahe Naherholung zu befürchten. Im Zuge der geplanten Gewerbegebietserweiterung kommt es u.a. zu Schallimmissionen. Infolge fehlender Wohngebiete im Umfeld des geplanten Gewerbegebietes müssen erhebliche Beeinträchtigungen für den Menschen,  insbesondere durch Lärmimmissionen vermutlich nicht befürchtet werden. Der Eingriff kann damit als mittlere Beeinträchtigung eingestuft werden.
-       Schutzgut Pflanzen und Tiere: Mögliche Auswirkungen des Lebensraumentzugs. Infolge der geplanten Bebauung kommt es v.a. zu einer Inanspruchnahme von Flächen, die insgesamt als Wirtschaftsgrünland anzusprechen sind. Aus Artenschutzgründen werden vergleichsweise mittel – hoch empfindliche Flächen betroffen. Bei den betroffenen und besonders und streng geschützten Vogelarten handelt es sich v.a. um Nahrungsgäste. Der Verlust bedeutet für diese Arten dennoch keine erheblichen Beeinträchtigungen. Hervorzuheben ist jedoch die Bedeutung des Plangebietes als Bestandteil des Nahrungshabitates für den Weißstorch. Der Eingriff kann als mittlere bis hohe Beeinträchtigung eingestuft werden.
-       Schutzgut Boden: Mögliche Auswirkungen einer Versiegelung und Überbauung auf die Bodenfunktion. Im Plangebiet werden aus Sicht des Bodenschutzes insgesamt Standorte von einem (im Mittel) vergleichsweise hohen Erfüllungsgrad der Bodenfunktion betroffen. Der geplante Eingriff stellt eine hohe Beeinträchtigung dar.
-       Schutzgut Wasser: Mögliche Auswirkungen auf die Versickerungsfähigkeit und natürliche Grundwasserbildung. Erhebliche Beeinträchtigungen sind nicht zu erwarten, da in mögliche Grundwasserkörper innerhalb des Plangebiets nicht eingegriffen wird. Durch die Versiegelung ist von einem veränderten Abflussregime auszugehen. In der Bilanz sind hinsichtlich der Grundwasserneubildung nur gering veränderte Verhältnisse zu erwarten. Der Eingriff kann damit insgesamt als geringe bis mittlere Beeinträchtigung eingestuft werden.
-       Schutzgut Klima: Mögliche Auswirkungen von Überbauung und Versiegelung auf klimatische und lufthygienische Verhältnisse. Durch die Versiegelung gehen frischluftproduzierende Flächen verloren. Da das Plangebiet aufgrund seiner Lage ohne besondere Siedlungsrelevanz ist, müssen erhebliche anlagebedingte Beeinträchtigungen nicht befürchtet werden. Hinsichtlich mikroklimatischer Veränderungen muss nicht mit wesentlichen Beeinträchtigungen für den Ort gerechnet werden. Der Eingriff kann als mittlere Beeinträchtigung eingestuft werden.
-       Schutzgut Orts- und Landschaftsbild: Das geplante Gewerbegebiet stellt eine Veränderung des Orts- und Landschaftsbildes nördlich von Ummendorf dar. So bewirkt die Errichtung von Gebäudekomplexen eine technische Überformung des Offenlandes, die als weitere Beeinträchtigung für das Orts- und Landschaftsbild des Rißtales gewertet werden muss. Aufgrund der topografischen Lage sind Einsehbarkeiten vor allem von den Hanglagen und von der B 30 aus zu erwarten.
-       Kultur- und sonstige Sachgüter: Negative Auswirkungen sind innerhalb des Plangebiets nicht zu erwarten.
 
Artenschutzrechtliche Einschätzung
 
Aussagen zur
-       Beschreibung des Bestandes (Vegetationsstrukturen / Habitate, konkret nachgewiesene Vogelarten, potentiell vorkommende Vogelarten, sonstige potentielle Arten wie Amphibien, Reptilien, Tagfalter und Säugetiere) und Beurteilung des Plangebiets aus Naturschutzfachlicher Sicht (Vögel, Biber, Fledermäuse, Amphibien und Reptilien und Tagfalter).
-       Ermittlung und Bewertung der zu erwartenden Beeinträchtigungen (Auswirkungen des Vorhabens auf Vögel, Säugetiere, Amphibien und hier insbesondere Flächeninanspruchnahme und Zerstörung von Fortpflanzungshabitaten und Ruhestätten, Beeinträchtigung für konkret und potentiell vorkommende „besonders und streng geschützte“ Arten, Zerstörung von bedeutsamen Nahrungshabitaten, Lärm und Licht – akustische und optische Störungen).
-       Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen
 
Geotechnisches Gutachten
 
Informationen zur Beschaffenheit und Tragfähigkeit des Bodens/Baugrundes , zur örtlichen Grundwassersituation im Baugebiet und zur Versickerungsfähigkeit der Böden. Das geologische Modell des Baugrunds resultiert aus punktuellen Aufschlüssen. Mit naturgemäßen Schwankungen der Baugrundschichtung muss daher gerechnet werden. Bei dem im Baufeld sehr oberflächennah liegenden Grundwasserspiegel muss bereits bei geringen Abtragstiefen mit dem Zutritt von Wasser gerechnet werden. Für geplante Einzelbauvorhaben im untersuchten Baufeld wird die Ausarbeitung eines optimierten Gründungskonzepts unter Berücksichtigung aller Randbedingungen empfohlen. 
 
Öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Landratsamt Biberach
 
Aussagen über die Schaffung von Ersatznahrungshabitaten und der Kompensation des Eingriffes im Umfang der im Umweltbericht dargestellten Eingriffs-/ Ausgleichsbilanz.
 
Schalltechnische Untersuchungen
 
Vom Büro Heine+Jud liegt eine schalltechnische Untersuchung vom 29.10.2018 vor. Die aktuelle Planung unterteilt das Bebauungsplangebiet in insgesamt 11 Parzellen. Für die Teilflächen wurden Geräuschkontigente auf der Basis der DIN 45691 berechnet. Als Beurteilungsgrundlage wurden die Orientierungswerte der DIN 18005 und die Immissionsrichtwerte der TA Lärm herangezogen. Für die zu kontigentierenden Flächen wurde die maximal mögliche Schallabstrahlung ermittelt, die – unter Berücksichtigung einer Vorbelastung – abgestrahlt werden darf und die, die Anforderung der TA Lärm erfüllen. Es wurden zudem richtungsabhängige (immissionsortbezogene) Zusatzkontigente bestimmt. Mit den ermittelten Geräuschkontigenten werden die ermittelten Planwerte überall eingehalten. Die Orientierungswerte des Beiblatts 1 der DIN 18005 bzw. die Immissionsrichtwerte der TA Lärm werden überall eingehalten.
 
Abwägung der im Rahmen der Anhörung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 2 i.V. mit § 4a Abs. 3 BauGB eingegangenen Anregungen.
 
Schalltechnische Untersuchung – Kontigentierung mit DIN 45691
 
Aussagen zur Unterteilung des Bebauungsplangebiets in insgesamt 11 Parzellen und die Berechnung der Geräuschkontigente auf der Basis der DIN 42691. Als Beurteilungsgrundlage wurden die Orientierungswerte der DIN 18005 und die Immissionsrichtwerte der TA Lärm herangezogen. Für die zu kontigentierenden Flächen wurde die maximal mögliche Schallabstrahlung ermittelt. Es wurden zudem richtungsabhängige Zusatzkontigente bestimmt. Aussage zu den Geräuschkontigenten und die Orientierungswerte, dass diese überall eingehalten werden.
 
 
Stellungnahme Landratsamt Biberach vom 05.09.2017 und vom 05.10.2017
 
Aussagen zu den Ausgleichsmaßnahmen
 
Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr
 
Aussagen zur Aufstellung von Kränen und Anwendung des NOTAM-Verfahrens sowie zu Beschwerden und Ersatzansprüche, die sich auf die von Liegenschaften/Flugplätzen der Bundeswehr ausgehenden Emissionen beziehen.
 
Folgende Richtlinien und Normen liegen aus: DIN 45691, DIN 18005-1 (Schallschutz im Städtebau), DIN 18005-1 Beiblatt 1 (Schallschutz im Städtebau) und TA Lärm.
 
Die Unterlagen können zudem während der Auslegungsfrist auf der Homepage der Gemeinde Ummendorf (www.ummendorf.de) unter „ Leben & Wohnen / Bauen & Gebühren / Bebauungs-Flächennutzungspläne /aktuelle Beteiligungsverfahren“ online eingesehen werden.
 
Während der Auslegungsfrist können schriftlich oder mündlich zur Niederschrift Stellungnahmen bei der Gemeindeverwaltung, Zimmer 10 (Herr Kammerlander), Bachstraße 16, 88444 Ummendorf abgegeben werden. Da das Ergebnis der Behandlung der Stellungnahmen mitgeteilt wird, ist die Angabe der Anschrift des Verfassers zweckmäßig. Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über die Änderung des Bebauungsplans und der Örtlichen Bauvorschriften unberücksichtigt bleiben können.
 
Ummendorf, den 14.12.2018
 
 
gez.
Klaus B. Reichert
Bürgermeister
 
 

Kontakt

Gemeindeverwaltung Ummendorf
Bachstraße 16
88444 Ummendorf
Tel.: 07351 3477-0
Fax: 07351 3477-15
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Ortsverwaltung Fischbach
Fischbach
Zur Mühle 5
88444 Ummendorf
Tel.: 07351 22400
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