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Die Ummendorfer Störche

Manchmal schon im Februar, spätestens aber im April jeden Jahres kommt Bewegung in das Storchennest auf dem Ummendorfer Schloss. Das Storchengeklapper aus luftiger Höhe, die zunehmende Weißfärbung des Daches unter dem Horst, die Ummendorfer wissen Bescheid: Unsere Störche sind wieder da und künden vom Ende des Winters.

Jungstörche im Nest
Jungstörche im Nest

Der Weißstorch (Ciconia ciconia) ist der einzige Großvogel der sich dem Menschen angeschlossen hat und mit ihm in der hiesigen Kulturlandschaft lebt. Er liebt Feuchtgebiete und Tümpel um Nahrung wie Frösche, Fische und Schlangen zu finden, aber genau so schnell ist er zur Stelle, wenn eine Wiese gemäht oder ein Feld umgepflügt wird, um Futter wie Würmer, Mäuse und Insekten für sich und den Nachwuchs zu finden. Während ein Elternteil beim Nachwuchs verbleibt, ist der andere Teil pausenlos unterwegs um gewaltige Mengen an Nahrung herbei zu schaffen.

Mit abnehmender Grünlandbewirtschaftung und mit zunehmendem Siedlungsdruck wird es für Störche immer schwieriger genügend Futterflächen zu finden. Die Gemeinde Ummendorf und der Albverein Ummendorf versuchen mit entsprechenden Hilfsprogrammen und Maßnahmen gegen zu steuern.

Es gibt Jahre in denen 4 Jungvögel die Reise in den Süden antreten und es gibt Jahre wie 2013, wo wochenlange nasskalte Witterung die gesamte Nachwuchspopulation verenden lässt. Während die Eltern seit einigen Jahre den Winter im Bodenseegebiet verbringen und nur sporadisch hier auftauchen, fliegt der Nachwuchs meist im August in den Süden. Bei der Horstbelegung im Frühjahr kann es mitunter zu erbitterten Eifersuchtsdramen kommen, wenn das Männchen sich eine andere Dame erwählt hat und die letztjährige Partnerin zurückkehrt und um ihre angestammten Rechte tagelang kämpft

Nahrungsquelle Natursee
Nahrungsquelle Natursee

Gescheiterte Flugversuche der Jungvögel, die im Schneefanggitter des Daches enden, unbefruchtete Eier, die bei der Beringung entdeckt werden, verendete Jungvögel, die spurlos verschwinden oder aus Nahrungsmangel aus dem Nest geworfene Jungtiere, viel Dramatik begleitet die Aufzucht der kleinen Störche. Immer in Sorge um das Wohl der Störche sind die Ummendorfer Bürger. 

Nachdem in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts die letzten Störche brüteten, wurde Ende der 80er Jahre im Schlossgarten ein Voliere mit sogenannten lebenden Lockstörchen aufgestellt, um umherziehende Störche anzulocken. Seit Anfang der 90er Jahre sind nun mit einzelnen Unterbrechungen regelmäßig Weißstorchbruten auf dem Schlossdach und sorgen für den Kindersegen in Ummendorf. Die Kinder begleiten die eleganten Segler mit dem Schreireim: „Storch, Storch, Schniebelschnabel mit der langen Heugabel, flieg übers Beckenhaus und mir auch einen Wecken raus.“

Wir hoffen alle, dass die Störche diese Doppelaufgabe mit dem eigenen Nachwuchs und der Überbringung der menschlichen Säuglinge noch lange erfüllen können und in Symbiose mit der oberschwäbischen Kulturlandschaft die Herzen der Menschen erfreuen.

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